Den Anfang macht am 4. April die FDP, die dann ihr Wahlprogramm mit den Hauptthemen Bildung und Wirtschaft beschließen will. Sie peilt bei der Landtagswahl am 27. September mehr als acht Prozent der Stimmen an und könnte so nach 15 Jahren Abwesenheit wieder in das Parlament zurückzukehren. Nur drei Wochen später, am 25. April, folgen Bündnis 90/Die Grünen mit der Kandidatenaufstellung für die gleichzeitig stattfindende Landtags- und Bundestagswahl. Die Partei, für die sich bei einer Landtagswahl in Umfragen derzeit etwa fünf Prozent der Brandenburger entscheiden würden, hatte ihr Wahlprogramm bereits Mitte Februar beschlossen. Es betont vor allem die Bereiche Umwelt, Bildung und Demokratie. 2004 waren die Bündnisgrünen mit 3,6 Prozent zum dritten Mal infolge an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und hatten den Sprung ins Parlament auf dem Potsdamer Brauhausberg verpasst. "Stargast" auf dem SPD-Parteitag am 9. Mai in Potsdam wird Bundesaußenminister und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sein, der die märkischen Sozialdemokraten als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl führt. Hauptpunkt ist der Beschluss der Kandidatenliste. Eine Woche darauf, am 16. Mai, will die Linke ihr Wahlprogramm vorstellen und es schließlich am 11. Juli verabschieden. Ebenfalls am 11. Juli lädt die CDU zum Parteitag, um ihrem Wahlprogramm abschließend den Segen zu erteilen. Tags zuvor feiert die SPD im Potsdamer Volkspark ihr Sommerfest, wiederum mit Steinmeier als prominentem Gast. Sie kann zu dem Zeitpunkt bereits entspannen, denn ein weiterer Termin liegt dann schon drei Wochen zurück: der Parteitag am 20. Juni im uckermärkischen Prenzlau, auf dem der Landesvorsitzende und Ministerpräsident Matthias Platzeck offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gekürt und das Wahlprogramm verabschiedet werden soll. dpa/mb