Der Ex-Geheimagent Alexander Litwinenko (43) war drei Wochen nach einem mutmaßlichen Giftanschlag gestern Abend um 21.21 Uhr Ortszeit in einem Londoner Krankenhaus gestorben. Aufschluss über die genaue Todesursache erhoffen sich die Ermittler von einer genauen gerichtsmedizinischen Untersuchung der Leiche. Bis die Ergebnisse vorliegen, könne jedoch "viel Zeit" vergehen, hieß es in Expertenkreisen.

Litwinenko war als entschiedener Kritiker des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und des russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt. Nach seinem Tod sagte ein Vertrauter des Ex-Agenten britischen Reportern, Litwinenko sei fest davon überzeugt gewesen, Opfer eines Giftanschlags geworden zu sein. Ein Sprecher der Angehörigen erklärte, die Familie sei "zutiefst geschockt und verängstigt durch dieses furchtbare Verbrechen".

Die russische Regierung und der russische Geheimdienst hatten Vorwürfe eines Anschlags auf den Ex-Agenten mehrfach zurückgewiesen.