Britische Truppen rücken nach BBC-Angaben immer näher auf die irakische Millionenstadt Basra vor. In der Nacht zum Montag habe die bislang größte Offensive der britischen Marines im Irak-Krieg im südlichen Vorort Abu el Chasib begonnen. Die alliierten Einheiten seien nur noch knapp zwei Kilometer von Basra entfernt, berichtete der britische Sender.

Ein Militärsprecher sprach von einer "erfolgreichen Aktion", bei der unter anderem zahlreiche irakische T-55-Panzer zerstört worden seien. Hunderte irakische Soldaten seien gefangen genommen worden, darunter auch fünf hochrangige Militärs. Die Angriffe würden fortgesetzt, sagte er weiter. Die britischen Truppen begannen nach den Angaben, einen Stützpunkt nahe einer strategisch wichtigen Brücke zu bauen.

CNN berichtete am Montag, der Flüchtlingsstrom aus der Stadt dauere an. Der britische Militärsprecher Al Lockwood dementierte Berichte vom Vortag, dass ein irakischer General bei Basra gefangen genommen worden sei. Es habe sich um ein Missverständnis über die Identität gehandelt.

Militärsprecher machen auch einen Wandel in der Haltung der Bevölkerung aus. "Sie kommen auf uns zu, sprechen mit uns und schöpfen Vertrauen", sagte er.

Die amerikanischen Bodentruppen kommen auf ihrem Vormarsch nach Bagdad kaum voran. Ein Reporter der US-Fernsehstation CNN berichtete am Montagmorgen, Einheiten der 7. US-Kavalleriedivision lägen rund 95 Kilometer vor Bagdad fest. Die irakischen Truppen hätten sich gegenüber in der Stadt Hilla verschanzt. Von dieser Hauptstadt der Provinz Babylon würden die Amerikaner immer wieder mit Artillerie und Raketen beschossen. Die Erwiderung des Feuers sei kompliziert, weil man Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in der Stadt nehmen müsse.

Das irakische Fernsehen war am Montagmorgen - dem 12. Kriegstag - laut CNN erneut unterbrochen. Vorausgegangen war ein Bombardement des Informationsministeriums im Zentrum von Bagdad. Dabei soll auch ein Einkaufszentrum getroffen worden sein.

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