„Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr überleben.“ Zwei wichtige Produktionen seien nicht zustande gekommen. „Es mangelt an Planungssicherheit“, sagte Studio-Vorstand Christoph Fisser der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund sei die Diskussion um Kürzungen des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gewesen.

Im Jahr 2013 hatte das Unternehmen - nach außergewöhnlich vielen internationalen Koproduktionen - einen Gewinn von 843 000 Euro ausgewiesen. Eine Dividende wurde jedoch nicht gezahlt - auch mit Blick auf die wirtschaftlich schwierigen Jahre zuvor. Zuletzt hatte es 2008 eine Ausschüttung gegeben.

Der Umsatz werde in diesem Jahr von 81,9 Millionen Euro auf etwa 50 Millionen Euro zurückgehen, hieß es vom Filmstudio. Für 2016 hat die Aktiengesellschaft ihren Rückzug von der Börse angekündigt.

Die Bundesregierung sieht für den Bundeshaushalt 2015 eine Kürzung des DFFF um 10 Millionen auf 50 Millionen Euro vor - eine Entwicklung, die der Bundesrat für falsch erachtet. Am Freitag beschloss die Länderkammer, dass die Förderung 2016 wieder auf 60 Million Euro erhöht werden soll. „Das ist ein Hoffnungsschimmer“, sagte Fisser.

Zuletzt hatte Hollywood-Regisseur Steven Spielberg mit Tom Hanks in Babelsberg einen Agententhriller gedreht. Das Studio ist Koproduzent. Außerdem sind in diesem Jahr neue Folgen des Kassenschlagers „Tribute von Panem“ in Potsdam entstanden.