Das sind 10 000 Stellen mehr als noch vor vier Jahren. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Betriebspanels, das Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) am Freitag in Potsdam präsentierte.

Von Juli bis Oktober 2014 wurden 981 Firmen zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt. Neu zu beobachten sei, dass Betriebe darauf setzten, ältere Fachkräfte zu halten. 53 Prozent der befragten Unternehmen versuchen, mit ihren Beschäftigten bis zum Eintritt des Rentenalters zusammenzuarbeiten. Innerhalb von vier Jahren sei dies eine Zunahme von 21 Prozent. Außerdem werde es wichtiger, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, erklärte Golze. Viele Unternehmen würden sich darum kümmern, dass ihre Mitarbeiter mit Kitaplätzen versorgt würden.

Auch das Thema Weiterbildung werde in den Betrieben immer wichtiger, wobei vor allem Frauen diese betrieblichen Angebote nutzten. Als problematisch bezeichnete Golze die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Zwar verfügten 55 Prozent der Unternehmen über eine Ausbildungsberechtigung, von diesen bildeten jedoch nur 38 Prozent tatsächlich auch aus. Dies sei innerhalb eines Jahres ein Rückgang um einen Prozentpunkt.