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| 12:50 Uhr

Studie: Klimaziel der Regierung wird verfehlt

Rauchender Schlot in Brandenburg. Die Regierungs-Pläne für den Klimaschutz sind einer Studie zufolge nicht ausreichend.
Rauchender Schlot in Brandenburg. Die Regierungs-Pläne für den Klimaschutz sind einer Studie zufolge nicht ausreichend. FOTO: dpa
München (dpa) - Die Regierungs-Pläne für den Klimaschutz werden nach einer Studie nicht genügen, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Dies geht aus Berechnungen des Nürnberger Ecofys-Instituts hervor, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegen.

Im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte Ecofys für jedes einzelne Vorhaben der Bundesregierung überschlagen, wie viel Treibhausgase sich maximal damit einsparen lassen. Das Ergebnis: Selbst im Idealfall würde Deutschland mit den Plänen nicht genügend Kohlendioxid (CO2) einsparen, um sein Klimaziel für 2020 zu erreichen, schreibt das Blatt.

Die Bundesrepublik will sich verpflichten, 40 Prozent weniger Treibhausgase zu emittieren, sofern andere Länder mitziehen. Dazu müsste sie jährlich 260 Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen als heute. Im besten Falle käme Deutschland laut Studie aber maximal auf ein Minus von 215 Millionen Tonnen, vermutlich werden es aber weit weniger sein. Dies ändere allerdings nichts daran, dass der bisherige Entwurf „eine Vielzahl von begrüßenswerten Vorschlägen enthält“. Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid beurteilte das Paket für die Kabinettsklausur in Meseberg dennoch als zu lasch: „Das Eckpunktepapier ist ein Anfang, aber nicht ausreichend.“

Das Eckpunktepapier umfasst bislang 30 Punkte, die zum Teil noch umstritten sind. So sollen Häuser künftig besser gedämmt sein, Kraftwerke sollen mehr aus den fossilen Rohstoffen herausholen, Autos weniger Kohlendioxid ausstoßen. Die Bundesregierung hat bisher keine Schätzungen über die Klimafolgen verschiedener Vorhaben abgegeben. Der genaue Effekt lasse sich oft nur schwer quantifizieren, hieß es laut Zeitung im Bundesumweltministerium.