(dpa/dst) Im Bundesdurchschnitt waren im laufenden Wintersemester noch nie so viele Studenten eingeschrieben. Anders sieht es in Brandenburg aus – doch die Entwicklung ist uneinheitlich. An Brandenburgs Universitäten und Fachhochschulen haben sich für dieses Wintersemester weniger Studenten eingeschrieben als vor einem Jahr. Wie das Wissenschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Landtagsfraktion mitteilte, hatten sich für das laufende Semester 49 382 Studenten immatrikuliert. Das waren 60 weniger als im vorangegangenen Wintersemester.

Während an der Universität Potsdam die Nachfrage nach Studienplätzen leicht zunahm, gab es an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) einen Rückgang. Die Cottbuser Hochschule ist im historischen Vergleich der größte Verlierer. Waren 2013, im Fusionsjahr mit der Fachhochschule Lausitz, an beiden Bildungseinrichtungen noch mehr als 10 000 Studenten eingeschrieben, ist diese Zahl jetzt bis auf 7200 gefallen.

Auch die Zahl der Studienanfänger im ersten Hochschulsemester ging im Land Brandenburg zurück. Für das laufende Studienjahr hatten sich 8356 Studenten neu eingeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Minus von 220 Immatrikulationen. Laut Ministerium gab es 2009 noch 10 056 Studienanfänger im Sommer- und Wintersemester.

 Über einen leichten Zuwachs konnten sich dagegen kleinere Bildungseinrichtungen freuen: die Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, die Technische Hochschule Brandenburg, die Technische Hochschule Wildau sowie die Fachhochschule Finanzen in Königs Wusterhausen. Auch bei den Immatrikulationen in das erste Fachsemester, die sich auf einen bestimmten Studiengang beziehen und mehrfach möglich sind, verbuchen die beiden großen Universitäten in Potsdam und Cottbus im Jahresvergleich Rückgänge. Auch an der Wildauer Fachhochschule gab es 2018 deutlich mehr Studienanfänger im ersten Fachsemester als im Jahr zuvor.