Der dem Internet-Immobilien-Vermittler Immowelt hat 90 000 Inserate für Studenten-Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern und einem bis zwei Zimmern aus. In Berlin ergab sich ein Plus von 15 Prozent und in Kaiserslautern ein Plus von 14 Prozent, was als „deutliche Anstiege“ gewertet wird.

Die mit Abstand teuerste Stadt für Studenten bleibt demnach München mit einer durchschnittlichen Wohnungsmiete von 790 Euro für eine Wohnung mit bis zu 40 Quadratmetern. Trotz des bereits sehr hohen Preisniveaus verteuerten sich in München die Wohnungen dieser Größe erneut um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die zweitteuerste Studentenstadt Frankfurt am Main ist mit im Schnitt 530 Euro ein Drittel günstiger.

Der Auswertung der Immowelt-Anzeigen zufolge rücken zunehmend bislang günstige Städte in den Fokus der Studierenden, was eine Erklärung etwa für den Preissprung in Kaiserslautern sei – mit im Schnitt 250 Euro ist die Miete dort aber immer noch vergleichsweise niedrig. Während in zwei Dritteln der untersuchten Städte die Preise gestiegen seien, stagnierten sie in den übrigen Städten oder sanken.

So verringerte sich die Miete in Münster um fünf Prozent. Hier oder auch in Tübingen und Ingolstadt schienen Mieter nicht bereit zu sein, noch mehr zu bezahlen. In den günstigsten Städten Nordrhein-Westfalens und in Ostdeutschland seien die Preise konstant geblieben.

Zuständig für die BTU Cottbus-Senftenberg ist das Studentenwerk Frankfurt Oder), das nach eigenen Angaben an den Standorten Cottbus, Senftenberg, Frankfurt (Oder) und Eberswalde 3755 Plätze anbietet. Davon entfallen auf Senftenberg 414 und Cottbus 1629. Knapp 58 Prozent der Cottbuser Plätze seien mit ausländischen Studentinnen und Studenten belegt, in Senftenberg sind es 33 Prozent, heißt es auf Nachfrage vom Studentenwerk-Sprecher Andreas Gaber.

Die durchschnittliche Warmmiete der möblierten und mit Internet ausgestatteten Wohnungen variiere je nach Standort und Größe. Die Grundmiete blieb in den zurückliegenden Jahren gleich, lediglich bei den Nebenkosten gab es eine Steigerung", sagt Monique Möbus-Zweig. Kostete eine Wohnung vor 2010 194 Euro, so sind es jetzt im Durchschnitt 213 Euro, inklusive Nebenkosten, einschließlich Strom.

Studieren in Brandenburg ist damit – zumindest was die Mieten für Studentenwohnungen anbelangt – seit Jahren kostengünstiger als an den Universitäts-Standorten in den alten Bundesländern. (mit AFP)

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