Auf Transparenten forderten Studenten am Montag in Leipzig unter anderem „Geld für Bildung statt für Banken“. Mehrere Redner verlangten den Stopp der Stellenkürzungen in der Wissenschaft.

Bis 2020 sei der Abbau von 1000 Stellen geplant. Es gebe immer weniger Stellen bei immer mehr Studenten. „Das ist ein berechtigtes Anliegen, das wir hier vertreten“, sagte der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Michael Moschke. Auch mehrere Jugendorganisationen unterstützten die Proteste. Rückenwind kam auch von der politischen Opposition. Der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Hochschule und Wissenschaft, Holger Mann, forderte die Aussetzung der Stellenstreichungen bis 2015. Seine Fraktion habe am Montag einen entsprechen Antrag zur künftigen Hochschulentwicklungsplanung eingebracht. Investieren statt kürzen sollte das Credo der schwarz-gelben Koalition werden, wenn sie den Wissenschaftsstandorte Sachsen nicht gefährden wolle.

Der hochschulpolitische Sprecher der Linken-Fraktion, Gerhard Besier, betonte, bei den staatlichen Zuschüssen pro Studierendem liege Sachsen mit 6700 Euro auf Platz 13 von 16 Bundesländern. Der Durchschnitt liege bei 7272 Euro. Ein Umsteuern der Hochschulpolitik in Sachsen sei überfällig, sagte Besier.