Zudem setzten sich die Demonstranten für den Erhalt der Lehrerausbildung für Grund- und Mittelschulen an der TU Dresden ein, die auch Thema der Landtagsdebatte war. Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) verwies auf die Hochschulvereinbarung und versicherte, dass es Ziel der Staatsregierung sei, eine hochwertige Lehrerausbildung zu sichern. Jeder, der aktuell an der TU Dresden studiere, könne an der Universität Leipzig den Masterabschluss erwerben. Die Kapazitäten dafür seien geschaffen worden, sagte von Schorlemer. Aus Kapazitätsgründen werde jedenfalls kein Bewerber abgelehnt. Künftig sollen alle Studenten, die Grund- oder Mittelschullehrer werden wollen, zum Masterstudiengang nach Leipzig. Ab Herbst soll es das Angebot in Dresden nicht mehr geben. Die Bewerberzahlen in Dresden und Leipzig bezeichnete die Ministerin derzeit als gut. Sie würden auch die Zahl der Studienplätze übersteigen, sagte sie. Schorlemer und Kultusminister Roland Wöller (CDU) kündigten zeitnah noch für dieses Jahr ein neues Konzept zur Lehramtsausbildung an. Linke und Grüne forderten in zwei Anträgen den Erhalt der Lehramtsausbildung in Dresden. Beide Anträge wurden mehrheitlich vom Parlament abgelehnt. Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg, sprach sich zudem für eine Prüfung der Wiederaufnahme des Lehrerstudiums in Chemnitz aus. Er verwies darauf, dass aktuell 860 Studienanfängern ein für 2015/2016 prognostizierter Einstellungsbedarf von bis zu 1300 Lehrern gegenüber stehe. Im Streit um eine Fortführung der derzeit geltenden Teilzeitregelung für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien hat das Finanzministerium nach eigenen Angaben für den 5. Mai zu einem neuen Gespräch eingeladen. Die von den Gewerkschaften vorgelegten Vorschläge seien geprüft worden, sagte ein Ministeriumssprecher.