(iwe) Das Kraftwerk Jänschwalde soll nach den Worten von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) auf eine sogenannte „Camot-Technologie“ umgerüstet werden. Dabei handele es sich „nach unserer Kenntnis“ um eine Salzschmelze, in der Strom in Wärme umgewandelt werde, sagte Steinbach am Mittwoch in der Antwort auf eine „dringliche Anfrage“ von Heide Schinowsky (Grüne) im Potsdamer Landtag. Schinowsky hatte sich nach der Technologie erkundigt, weil im Abschlussbericht der Kohlekommission von einem Innovationsprojekt die Rede ist, das 2025 in Jänschwalde zehn Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen soll. Wie Steinbach weiter ausführte, soll die erzeugte Wärme über einen Niedrigtemperaturkreislauf bei Bedarf in elektrische Energie zurückverwandelt werden. Diese Technologie sei allerdings noch nirgendwo in dem für Jänschwalde erforderlichen Maß erprobt worden. Die Grünen-Abgeordnete reagierte auf die Ausführungen des Ministers empört:

„Während für NRW die Abschaltung von Kohlekraftwerkskapazitäten vereinbart wurde, will sich die SPD in Brandenburg mit einer nicht erprobten Technologie aus der Affäre ziehen und versucht so, sich über den Wahltag zu retten“, sagte Schinowsky.

In einer weiteren Debatte begrüßten Steinbach und Abgeordnete fast aller Fraktionen das Ergebnis der Strukturwandelkommission.

„Wenn wir dieses Menü zu Ende gekocht haben, wird es der Lausitz gut gehen“, sagte Steinbach. Allerdings müsse man „höllisch aufpassen“, dass bei der Umsetzung der Ergebnisse „nicht plötzlich Nebensätze wegfallen, die entscheidend sind.“