Die Entscheidung über das Ende von etwa 200 der derzeit rund 600 Standorte werde im November fallen. Dabei werde allein nach militärischen und betriebswirtschaftlichen Kriterien entschieden. Struck besuchte die Offizierschule des Heeres in Dresden und übergab 316 Offiziersanwärtern ihre Offiziersbriefe.
Vom Abbau der Standorte seien alle Bundesländer betroffen, sagte Struck. Argumente wie strukturschwache Gegenden oder hohe Arbeitslosigkeit würden dabei keine Rolle spielen. Struck sprach davon, 35 000 militärische Dienstposten sowie 10 000 zivile Haushaltsstellen abzubauen. Bei der Truppe dienen derzeit etwa 285 000 Soldaten.
Die Wehrpflicht werde fester Bestandteil der Bundeswehr bleiben, sagte Struck. Die Rolle freiwilliger Soldaten sei auch bei Auslandseinsätzen unverzichtbar. Bei Abschaffung der Wehrpflicht müssten bis zu 40 000 Berufssoldaten zur Truppe kommen, was hohe Kosten verursache.
Nach Strucks Angaben sind derzeit rund 7200 Soldaten der Bundeswehr auf drei Kontinenten im Einsatz, darunter auf dem Balkan und in Afghanistan. Die Bekämpfung des internationalen Terrorismus werde die wichtigste Herausforderung sein, sagte er. (dpa/dö)