D ie Verbraucher in Deutschland müssen im kommenden Jahr mit satten Strompreiserhöhungen rechnen. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde, bestätigten die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag. Das würde für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass allein diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen - ohne Mehrwertsteuer.

Als Maßnahme gegen zu starke Strompreiserhöhungen dringt die FDP auf ein Absenken der Stromsteuer, Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) lehnt dies ab. Er will das Stromsparen stärken und eine Reform bei der Förderung erneuerbarer Energien, etwa eine Deckelung des Windkraft-Ausbaus. Doch vor der Bundestagswahl in einem Jahr ist kaum damit zu rechnen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte 2011 versprochen, dass die Ökostrom-Umlage nicht über ihr heutiges Niveau steigen soll - nun legt sie aber um fast 50 Prozent zu . Ausführlich Seite 2