Rund 14 Millionen deutsche Haushalte können sich ab Januar 2015 über Entlastungen freuen - auch wenn sie im Schnitt nur bei 2,4 Prozent liegen (etwa 35 Euro je Haushalt und Jahr). Unter den Senkern sind auch größere Anbieter wie enviaM. Die Energieriesen Vattenfall, Eon und RWE halten sich noch bedeckt. "Es ist noch nicht entschieden", teilte Vattenfall mit.

Am gestrigen Donnerstag war die Frist vorbei, zu der die Energieversorger ihre Preisveränderungen zum Jahreswechsel bekannt geben mussten. Nach Angaben des Preisvergleichsportals Verivox haben 242 Unternehmen zum Jahresbeginn Preissenkungen im Schnitt um 2,4 Prozent angekündigt, Konkurrent Check 24 hat 179 Preissenkungen im selben Umfang erfasst. "Das war es aber noch nicht: Wir denken, dass auch für Februar und März 2015 weitere Preissenkungen angekündigt werden", sagt Isabel Wendorff von Check24.de.

Kritiker bemängeln, dass die Senkungen eher gering ausfallen. Denn mit den rund 200 der insgesamt 850 Grundversorger hat lediglich ein Viertel der Branche die Preissenkungen von der Strombörse und die geringere EEG-Umlage an die Verbraucher weitergegeben. Der Verbraucherstrompreis liegt aktuell im Bundesschnitt bei knapp über 29 Cent pro Kilowattstunde. 30 bis 35 Euro im Jahr kann ein vierköpfiger Durchschnittshaushalt im Grundversorgungstarif nach Angaben der Tarifportale sparen .

Die Beschaffungspreise an der Strombörse sind in den vergangenen zwei Jahren deutlich von mehr als 50 auf nur noch 32 Euro (Spotpreis) pro Megawattstunde gefallen. Wirtschaft Seite 7