Diese zeichneten 40 Tage lang jeden Schritt der Betroffenen auf, berichtete Bundesagentur-Sprecherin Anja Huth am Mittwoch in Nürnberg. Dem Teilnehmer mit der längsten absolvierten Gesamtstrecke winkt ein Preis.

Vorreiter sei vor zwei Monaten das benachbarte Jobcenter Havelland gewesen. "Das Feedback auf die Aktion war bei den Teilnehmern sehr positiv", betonte Huth. Während Berliner Sozialpolitiker die Aktion am Mittwoch als diffamierend und "völlig daneben" kritisierten, kam von Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) Lob. "Fakt ist: Wer rastet, der rostet", sagte Baaske. "Wenn Langzeitarbeitslose durch diese Aktion fit werden und Ehrgeiz entwickeln, soll es mir recht sein."

Sie finde die Idee weder besonders originell noch wirksam, sagte Berlins Arbeitssenatorin Dilek Kolat der "Bild"-Zeitung. "Nach meinem Eindruck sind die allermeisten Arbeitslosen beweglich genug."

Die Schrittzähler-Aktion sei Teil des Programms "50plus", bei der ältere Langzeitarbeitslose auch mit betrieblichen Praktika auf eine Rückkehr ins Arbeitsleben vorbereitet werden, so die BA-Sprecherin.

"Ein Ansatz des Programms ist auch die Gesundheitserziehung." Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Langzeitarbeitslose unter Bewegungsmangel litten, sagt Huth.