Dezember über die Unterlassungs- und Schadenersatzklage des Glocken-Schöpfers gegen den Hotelbetreiber. Der Kläger verlange die Unterlassung der Zurschaustellung der Glocke, Auskunft über den Umfang der Nutzung seines Werkes in der Vergangenheit sowie die Feststellung der Schadenersatzverpflichtungen der Beklagten.
Das Landgericht Leipzig hatte der Klage des Künstlers Christoph Feuerstein aus Hessen im August (5 O 1327/06) stattgegeben. Die Richter stellten zudem fest, dass Hotelier Rudolf Kimmerle dem Künstler sämtliche Schäden zu ersetzen hat, die durch die Verletzung des Urheberrechts entstanden. Kimmerle ging in Berufung. Er hatte den Erstguss erworben, nachdem dieser den Klangtest in der Kirche nicht bestanden hatte. "Josua" wurde von einem Priester geweiht und im Garten des Hotels ausgestellt. Das Geläut der wieder errichteten Frauenkirche besteht insgesamt aus acht Klangkörpern.
Jede einzelne Glocke trägt einen Namen aus der biblischen Geschichte und ist mit einem Bibelspruch verziert. Sieben von ihnen wurden neu in Karlsruhe gegossen. Die achte Glocke stammt noch aus dem historischen Geläut der Kirche, die nach der Bombennacht vom 13./14. Februar 1945 eingestürzt war. (dpa/mb)