(dpa/roe) Mehr als 200 Landwirte, Schäfer, Jäger und Dorfbewohner haben am Samstag in Potsdam gegen die Ausbreitung der Wölfe protestiert. Aufgerufen zu der Demonstration hatte am Samstag der Bauernbund. „Wir fordern die Landesregierung auf, große Teile des Landes zu wolfsfreien Zonen zu erklären“, forderte Bauernbund-Präsident Marco Hintze auf der Kundgebung. „Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden.“ Die zunehmende Zahl von Wölfen sei eine existenzielle Bedrohung für Weidetierhalter, betonte Hintze. Denn immer häufiger würden Weidetiere von Wölfen gerissen. Daher müsse der Wolf in das Jagdrecht aufgenommen werden.

Heftige Kritik übte der Forstwirt Christoph Rechberg vom Waldbesitzerverband an der Wolfsverordnung, die Brandenburg im Februar erlassen hatte. Damit soll das Töten von Wölfen, die Tiere gerissen haben oder Menschen zu nahe kamen, als letztes Mittel geregelt werden. „Die Verordnung bietet keinen Schutz für Nutztiere vor Wölfen – sondern schützt die Wölfe, die Nutztiere gerissen haben“, kritisierte Rechberg.