Der Rat der jüdischen Gemeinde von Seine-Saint-Denis bei Paris kritisierte gestern, dass auf Arafats Sterbekunde Jerusalem als "Geburtsort" eingetragen sei. Dies sei "ein Versuch der Geschichtsklitterung", erklärte das Gremium.
Nach Darstellung der meisten Biographen wurde Arafat in Wirklichkeit in Kairo geboren - und setzte die Legende von der Geburt in Jerusalem lediglich in die Welt, um den Anspruch der Palästinenser auf Jerusalem als ihre Hauptstadt zu untermauern.
"Der Angestellte des Standesamtes hat lediglich die Angaben aus dem Pass von Jassir Arafat übernommen, der ihm vom französischen Militär übergeben wurde und in dem stand, dass er in Jerusalem geboren wurde", sagte ein Sprecher des Rathauses in Nanterre. "Wir können diese Dinge nicht auf eigene Initiative zurechtrücken", fügte der Sprecher hinzu. "Das Problem geht über unsere Zuständigkeit hinaus." (AFP/ab)