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| 02:50 Uhr

Streit über Rolle der BTU im Reformprozess

Uni-Präsident Prof. Walther Ch. Zimmerli verweist darauf, dass die BTU einen eigenen Beirat berufen hat.
Uni-Präsident Prof. Walther Ch. Zimmerli verweist darauf, dass die BTU einen eigenen Beirat berufen hat. FOTO: BTU
Cottbus. BTU-Präsident Professor Walther Ch. Zimmerli widerspricht vehement dem Vorwurf, die BTU habe im Prozess der Hochschulreform in der Lausitz eine verzögernde Haltung eingenommen. Johannes M. Fischer

"Die BTU hat seit Mai eine Reihe von eigenen Vorschlägen eingebracht", sagte Zimmerli am gestrigen Donnerstag der RUNDSCHAU. Er reagierte damit auf ein RUNDSCHAU-Interview vom Vortag, in dem Wolfgang Krüger der BTU eine "Verzögerungshaltung" vorgeworfen hatte. Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, ist zugleich Leiter des wissenschaftlichen Beirats für die Entwicklung der Hochschulregion Lausitz.

"Was ich aber vermisse: Außer Verteidigungsargumenten ist von dieser Seite (gemeint ist die BTU) kein inhaltlicher, konstruktiver Beitrag gekommen, wie die Region im wissenschaftlichen Wettbewerb zukünftig eine bessere Position einnehmen will", hatte Krüger in dem Interview gesagt. "Mit einer Verzögerungshaltung wird der Zukunft der Hochschullandschaft in der Lausitz und der neuen Uni ein Bärendienst erwiesen."

Zimmerli widersprach gestern: Es habe Vorschläge gegeben, und er sei unter anderem in verschiedenen Wirtschaftskreisen gewesen, um diese Vorschläge darzulegen. Er sei auch gerne bereit, sich gegenüber der IHK zu äußern. "Die Konzepte der BTU sind allen zugänglich, aber noch nicht hinreichend bekannt." Zimmerli vermutet, dass der Widerstand gegen die Auflösung und Neugründung an der BTU nicht nachlässt. Im Gegenteil: "Das Feuer lodert wieder."