Der Bund wolle dies aber über konkrete Projekte leisten - die Länder fordern hingegen vehement einen höheren Anteil am Umsatzsteueraufkommen. In einem halben Jahr soll darüber entschieden werden. Merkel und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) betonten, über das Ziel, die Gesamtausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben, herrsche Einvernehmen. "Ich möchte, dass wir zu einer Einigung kommen, auch wenn es schwierig wird", sagte Merkel. Auch über die Verteilung der Milliarden-Ausfälle durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz gibt es kurz vor der Bundesratssitzung am morgigen Freitag weiterhin keine Einigung. In Berlin waren die Bildungsmilliarden des Bundes als mögliche Kompensationen an die Länder ins Gespräch gebracht worden. "Die Gespräche laufen weiter. Ich habe keine neuen Erkenntnisse", sagte Kanzlerin Merkel nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten. Diese wollen am heutigen Donnerstag intern ihre Position festlegen. Vor allem Schleswig-Holstein und Sachsen hatten Kompensationen des Bundes für erwartete Steuermindereinnahmen verlangt. Die rot-rot regierten Länder Brandenburg und Berlin bekräftigten noch einmal, dass sie mit Nein stimmen werden. dpa/ab