"Die Kritik am Gutachten des Berlin-Institutes nimmt unerträgliche Formen an, die so nicht mehr unkommentiert bleiben dürfen", sagte der Vorsitzende der Partei Die Linke, Thomas Nord, gestern. Es sei völlig berechtigt, die vom Institut vorgeschlagene "Wegzugsprämie" abzulehnen. Dies jedoch mit dem Attribut "stalinistisch" zu belegen sei ahistorisch, geschmacklos und beschädigt die Würde der Autoren.
"Die Politik kann nicht einerseits die Wissenschaft auffordern, sich mit den Realitäten auseinanderzusetzen und dann andererseits mit verbalen Totschlägern auf Bestandsaufnahmen reagieren, die nicht ins eigene Weltbild passen", warnte Nord. "Wenn etwas an vergangene Zeiten erinnert, dann das." (dpa/ta)