Das Stadtparlament hatte zuvor mit dem Haushalt für das nächste Jahr beschlossen, dass Krippen- und Hortplätze künftig nur noch für Kinder von berufstätigen oder in Ausbildung stehenden Eltern zur Verfügung gestellt werden. Deshalb wurden in den vergangenen Tagen Fragebögen an die Eltern versandt, in denen diese ihre Arbeitsverhältnisse offen legen sollten.
Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Hausfrauen müssen demnach ihre Kleinen ab 1. Januar 2003 zu Hause betreuen. "Es ist eine bodenlose Frechheit, ausgerechnet die Familien mit Kindern kurz vor Weihnachten mit Kündigungen von Betreuungsverträgen zu überziehen", erklärte ein SPD-Sprecher. (dpa/wie)