Betroffen von dem Warnstreik sind Schulen, Schulverwaltungen, Hochschulen und die Kultureinrichtungen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di mit. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sollten etwa 1000 der 1400 Sächsischen Schulen vom Ausstand betroffen sein. Höhepunkt der Aktionen wird am Vormittag eine Kundgebung vor dem Dresdner Finanzministerium sein, zu der rund 10 000 Teilnehmer erwartet werden.Eine Notbetreuung der Schüler sei aber überall gesichert, hieß es. Im Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Die Tarifgemeinschaft der Länder bietet bisher 4,2 Prozent mehr für 24 Monate bis Ende 2010, allerdings erst von Juli an. Am Samstag sollen die Verhandlungen in Potsdam in eine neue Runde gehen.

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In den meisten Schulen im Raum Weißwasser, an denen sich Lehrer am Streik beteiligen, findet der Schulbetrieb jedoch wie an normalen Schultagen statt. So beteiligen sich Freitag zwar wieder eine Reihe von Lehrern der Bruno-Bürgel-Mittelschule Weißwasser am Streik. Laut Schulleiter Dirk Nieter findet jedoch in jedem Fall eine Betreuung der Schüler statt und, sofern möglich, soll auch normaler Unterricht stattfinden. Dasselbe gilt auch für die Mittelschule Schleife und das Landau-Gymnasium in Weißwasser.

Knapp über die Hälfte aller Lehrer werden am Freitag in der Mittelschule Krauschwitz fehlen, so Schulleiter Michael Christoph. Die 1., 2. und 6. Grundschule in Weißwasser beteiligen sich nach eigenen Angaben nicht an dem Streik. Auch von den Grundschulen in Boxberg, Sagar, Bad Muskau, Schleife und Daubitz und der Freien Schule Boxberg nehmen keine Lehrer an dem Streik teil.

Auch im Altkreis Hoyerswerda wird gestreikt. Aus 14 der insgesamt 20 Grundschulen, Mittelschulen, Gymnasien, Berufsschul- und Förderzentren im Altkreis Hoyerswerda beteiligen sich Pädagogen an der Arbeitsniederlegung. In sieben Einrichtungen fällt der Unterricht komplett aus, in sieben weiteren wird zumindest teilweise unterrichtet. Zwischen 250 und 300 Lehrer erwartete die GEW zur zentralen Kundgebung in der Landeshauptstadt.