Der Bundesminister für Verkehr, Bauwesen und Aufbau Ost, Manfred Stolpe (SPD), erwartet, dass "in spätestens zehn Jahren die größten Themen der Angleichung" bewältigt sein werden. Im Radio Radio MDR sagte der Minister: "Voraussetzung ist allerdings, dass man weiterkämpft. Wir sind jetzt beim Aufbau Ost in der Halbzeit."

Die Regierung werde bei der Lohnangleichung auf Tempo setzen und nicht noch zehn Jahre warten. Ostdeutschland müsse auf die Beine kommen und dürfe nicht über einen längeren Zeitraum ein Klotz am Bein wirtschaftlicher Entwicklung sein.

Bei der Reform des Arbeitsmarktes in Ostdeutschland setzt der SPD-Politiker seine Hoffnungen auf das Programm "Kapital für Arbeit". Allerdings müsse es für den Osten "stärker zurechtgebügelt" werden. Zum Thema ABM sagte der SPD-Politiker, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen würden noch gebraucht, solange die Decke beim Angebot von regulären Arbeitsplätzen noch zu dünn ist. Das werde schätzungsweise noch fünf Jahre so sein. Zugleich hob Stolpe hervor, dass bei der Vergabe von ABM der Mittelstand nicht gefährdet werden dürfe.