Stobrawa gab gesundheitliche Gründe für ihren Schritt an.

Die Links-Fraktion hatte in der Vergangenheit trotz massiver Forderungen zur Mandatsaufgabe an der 63-Jährigen festgehalten. Die Entscheidung werde mit großem Respekt zur Kenntnis, genommen, betonte Fraktionschef Christian Görke. Die Auseinandersetzungen der letzten Jahre seien nicht einfach für sie und ihren Gesundheitszustand gewesen. Koalitionspartner SPD hatte ihr den Verzicht nahegelegt.

Im Abschlussbericht zur Stasi-Überprüfung aller 88 Brandenburger Landtagsabgeordneten war Stobrawa belastet worden. Laut dem Bericht war sie von 1988 bis 1989 Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) unter dem Decknamen "Marisa". Sie selbst wies das in einer persönlichen Erklärung zurück. Insgesamt führt der Bericht sechs Stasi-Fälle auf, die aber alle bekannt waren. Stobrawa war früher Vize-Präsidentin des Parlaments. Seit 2003 ist sie ehrenamtliche Bürgermeisterin von Bad Saarow, derzeit aber krank.