Hintergrund der Maßnahme ist der drohende Lehrermangel in den ländlichen Regionen.

"Das Sachsenstipendium soll drei Pfeiler haben: Eine materielle Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich, eine ideelle Förderung durch ein begleitendes Betreuungsprogramm und eine regionale Vernetzung innerhalb der künftigen Einsatzregion", sagte Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU).

Die Planungen für das Stipendium, das in Zusammenarbeit mit der Uni Leipzig erarbeitet wurde, befinden sich laut Ministerium in der "Koordinierungsphase".

Das Anreizsystem solle zum im Herbst beginnenden Wintersemester eingeführt werden. Die benötigten Mittel in Höhe von 360 000 Euro jährlich müssen aber erst noch im zu verabschiedenden Doppelhaushalt bereitgestellt werden.

Bis 2030 gehen nach Angaben des Ministeriums rund zwei Drittel der derzeit etwa 32 000 sächsischen Lehrer in den Ruhestand. Junge Lehrer drängen an die Schulen in den Städten, vor allem in Leipzig. Auf dem Land könnte es schwer werden, freiwerdende Stellen mit neuen Kräften zu besetzten.

Ein ähnliches Programm läuft in Sachsen bereits für die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. 20 Medizinstudenten pro Studienjahr können mit monatlich 1000 Euro unterstützt werden, wenn sie sich später als Hausarzt außerhalb der großen Städte niederlassen.