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| 02:44 Uhr

Stinkende Böcke wirken direkt aufs Ziegen-Hirn

Tokio. Der strenge Geruch von Ziegenböcken wirkt auf das Gehirn von Weibchen und macht sie paarungsbereiter. In dem für den Menschen unangenehmen "Duft" verbergen sich Stoffe, die das Hormonsystem der Weibchen in Gang bringen. dpa/jam

Einer dieser Bestandteile, der nach Zitrone riecht, konnte jetzt identifiziert werden, berichten japanische Forscher in der US-Fachzeitschrift "Current Biology".

Der anziehende Geruch eines Ziegenbocks geht von seinen Haaren aus - und zwar besonders von denen auf dem Kopf, berichten Yakuri Takeuchi und Yuji Mori von der Universität Tokio. Um diesen Geruch der Kopfhaut einzusammeln, setzen die Forscher gesunden und zur Kontrolle kastrierten Böcken für jeweils eine Woche spezielle Kappen auf. Die Experten fanden beim Vergleich dieser Stoffmischungen eine Gruppe leicht flüchtiger Chemikalien bei den nicht-kastrierten Böcken, die als Parfüm verstäubt bei Weibchen Wirkung zeigte.

Die Chemikalie 4-Ethyloctanal wirkt direkt auf das Gehirn der Weibchen. Ihr heimlich wirksamer Duft macht sie nicht nur für Ziegen auffällig: An der Luft oxidiert sie zu einer Säure, die auch für Menschen stark und charakteristisch riecht - eben nach stinkendem Ziegenbock.