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Stimmzettel für Bundestagswahl und Berliner Volksentscheid im Druck

Die Stimmzettel für die Berliner werden momentan gedruckt.
Die Stimmzettel für die Berliner werden momentan gedruckt. FOTO: dpa
Berlin. Seit Anfang August sind die Stimmzettel für die Berliner für die Bundestagswahl in Druck. Wahlberechtigt sind in der Hauptstadt etwa 2,5 Millionen Menschen, es werden aber rund 2,7 Millionen Stimmzettel vorbereitet. dpa/sm

"Wir halten immer eine kleine Reserve vor", sagt Geert Baasen von der Landeswahlleitung. So gebe es immer wieder Wähler, die sich bei der Stimmabgabe im Wahllokal verschreiben und in dem Fall einen neuen Stimmzettel benötigen. "Der Stimmzettel ist diesmal sehr lang, je nach Wahlkreis zwischen 60 und 75 Zentimeter", erläutert Baasen. Immerhin 24 Parteien treten mit Landeslisten an, hinzu kommen unabhängige Kandidaten. Ebenfalls wichtig zu wissen: "Es gibt für die Erst- und die Zweitstimme nur einen Stimmzettel." Selbstredend besteht dieser aus Recyclingpapier.

Wähler müssen am 24. September nicht zwingend ins Wahllokal. "Wir rechnen mit mehr als 600 000 Briefwählern", sagt Baasen. Die Briefwahlunterlagen werden ab 14. August versandt, darunter ist auch der Stimmzettel. "Die Druckerei hat also sehr wenig Zeit", so Baasen.

Schließlich gibt es noch eine Berliner Besonderheit: Da am Tag der Bundestagswahl auch der Volksentscheid zur Zukunft des Flughafens Tegel über die Bühne geht, müssen dafür gesonderte Stimmzettel gedruckt werden. Der Auftrag dafür ging Baasen zufolge an ein anderes Unternehmen als im Falle der Bundestagswahl - nicht zuletzt, weil erst später feststand, dass es diese zusätzliche Abstimmung gibt. Diejenigen deutschen Staatsbürger ab 18, die nach einem Umzug in die Hauptstadt weniger als drei Monate in Berlin leben, dürfen zwar an der Bundestagswahl, nicht jedoch am Volksentscheid teilnehmen.

Blinde und sehbehinderte Menschen können bei der Wahl auf eine Schablone zurückgreifen, die ihnen dabei hilft, bei der von ihnen gewünschten Partei oder dem Kandidaten ihr Kreuz zu machen. "Die Schablone ist so gestaltet, dass sie auch beim Stimmzettel für den Volksentscheid anwendbar ist", so Baasen. Die Tatsache, dass dem Stimmzettel eine Ecke fehlt, geht Baasen zufolge auf die speziellen Bedürfnisse der Blinden und Sehbehinderten zurück. "Sie können so feststellen, wo die Vorder- und die Rückseite ist."