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| 02:39 Uhr

Stimmen zum Tod Roman Herzogs

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte den verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Roman Herzog als "scharfsinnigen Analysten und großen Demokraten".

"Sein entschiedenes Eintreten für einen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ist ein bleibendes Verdienst von Roman Herzog um unser demokratisches Deutschland."

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat zum Tod von Alt-Bundespräsident Roman Herzog dessen Engagement für Versöhnung gewürdigt. "Das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen war ihm immer ein Herzensanliegen", sagte Ratspräsident Josef Schuster.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) würdigte den verstorbenen früheren Bundespräsidenten Roman Herzog als großen Politiker und Juristen. Herzog habe die Bundesrepublik geprägt. "Auch mit Worten: Sein berühmter Aufruf, dass durch Deutschland ein Ruck gehen muss, bleibt aktuell und sein Vermächtnis", teilte Tillich am Dienstag in Dresden mit.

Bundespräsident Joachim Gauck erklärte: "Roman Herzog hat Reformbereitschaft angemahnt, als die Bundesrepublik dieser Mahnung in besonderer Weise bedurfte. Wie notwendig Veränderungen sind, um Wohlstand und soziale Sicherheit zu gewährleisten, hat er uns immer wieder vor Augen geführt."

Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault hat den gestorbenen früheren Bundespräsidenten Roman Herzog als "einen Freund Frankreichs und einen großen Europäer" gelobt. "Mit seinem Tod verliert Deutschland einen der großen Architekten seiner Einheit."

Das Bundesverfassungsgericht würdigt die Verdienste Roman Herzogs als Verfassungsrichter und Präsident des Gerichts. Herzog habe "das nicht immer einfache Amt des Präsidenten" in den teilweise turbulenten Zeiten des Zusammenbruchs der DDR und der Wiedervereinigung "mit großer innerer Souveränität herausragend" ausgefüllt, teilte das Gericht in Karlsruhe mit.