Mit der Aktion solle vor allem etwas gegen die geringe Geburtenrate in Deutschland getan werden, die zu den niedrigsten in ganz Europa zähle, betonte Wanka. Gerade im akademischen Bereich verzichteten bis zu 44 Prozent der Frauen auf Kinder.
Die Initiative zeige jedoch, dass Kinder und Karriere durchaus vereinbar seien, sagte die Ministerin. Mit dem Qualitätsversprechen würden die Angebote an den Hochschulen zur Förderung von Frauen zügig flächendeckend ausgebaut. Die Selbstverpflichtung der Universitäten und Fachhochschulen sehe neben der Betreuung von Kindern in speziellen Räumen auch kinderfreundliche Mensen mit entsprechenden Mahlzeiten und Preisen, flexible Studier- und Arbeitsformen wie Gleit- oder Teilzeit und Wohnraumangebote vor. Das gelte sowohl für Studierende als auch für Mitarbeiter.
Zur Unterstützung der Maßnahmen stelle ihr Haus den Hochschulen bis zum Jahr 2010 rund 3,2 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Verfügung, erklärte Wanka. Brandenburg sei bisher das einzige Bundesland mit einem solchen Angebot.
Das Qualitätsversprechen gelte für alle Einrichtungen, sagte der Chef der Landesrektorenkonferenz Schulz. Es gebe jedoch auch Hochschulen, die darüber hinaus noch zusätzliche Angebote hätten. Dazu zähle die Bereitstellung von Tagesmüttern. Laut Wanka haben neun Prozent der Studenten in den neuen Ländern Kinder. In den alten Bundesländern seien es lediglich sechs. Das Land Brandenburg verfügt über neun Hochschulen mit insgesamt 43 000 Studierenden. Mehr als 51 Prozent davon sind Frauen. (dpa/mb)