Mit der Anerkennung von neun neuen gemeinnützigen Vereinigungen, darunter der "Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald" und der "Luther-Stiftung zu Frankfurt an der Oder", sei die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen in der Mark im vergangenen Jahr auf 115 gestiegen, teilte das brandenburgische Innenministerium gestern in Potsdam mit.
Darunter befinden sich auch 20 kirchliche und zwei Familienstiftungen. 2007 seien insgesamt 23 Anträge zur Anerkennung von Stiftungsprojekten eingereicht worden. Für die meisten von ihnen sei die Bearbeitung aber noch nicht abgeschlossen, hieß es weiter. 87 der brandenburgischen Stiftungen seien nach Gründung des Bundeslandes 1990 anerkannt worden.
Die älteste in Brandenburg ansässige Stiftung ist den Angaben zufolge das "St. Georgen-Hospital zu Bernau". Es ist vermutlich 1328 von der Tuchmacher- und Gewandschneidergilde als Pest-Hospital gegründet worden. Das Gebäude mit einer Kapelle steht heute unter Denkmalschutz und wird von den evangelischen Hoffnungstaler Anstalten und der katholischen Caritas genutzt.
Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) begrüßte das wachsende Interesse an der Gründung von Stiftungen. Mit der Übernahme uneigennütziger Verantwortung für das Gemeinwohl bereicherten die Stiftungen als besondere Form bürgerschaftlichen Engagements das politische, soziale und kulturelle Leben des Landes.
Bürokratische Hürden seien bereits vor einigen Jahren mit einem neuen, modernen Stiftungsrecht abgebaut worden, fügte der Minister hinzu.
(epd/mb)