"Auf dem Land sieht es sehr viel dünner aus", sagte Winfried Ripp von der Bürgerstiftung Dresden am Freitag vor dem Sächsischen Stiftertag. Das diesjährige Treffen in Plauen (Vogtland) soll das Stiften in ländlichen Regionen bekannter machen. Dort gebe es weniger Menschen und kaum Vermögen, aber Alternativen, auch über den Tod hinaus Gutes zu tun. "Dort bestehen in erster Linie sehr alte Stiftungen, vornehmlich sozialer Art", berichtete Ripp. So würde ein Seniorenheim oder eine Behinderteneinrichtung als Stiftung geführt, meist in alter kirchlicher Tradition. "In einigen Orten haben Eltern die Initiative ergriffen, um den Kindern die Schule zu erhalten, teilweise mit der evangelischen Kirche zusammen." Die Schulstiftung der Landeskirche unterstütze diese Gründungen.

Ripp kennt auch heimatbezogene Stiftungen von Bürgern für Bürger im sozialen und kulturellen Bereich oder überörtliche Stiftungen, die sich lokal engagieren. Der Stiftungstag soll die Möglichkeiten aufzeigen, wie langfristig Soziales, Kultur, Umwelt oder Denkmalschutz dauerhaft unterstützt werden können.