Kaum sind viele Trümmer des Bürgerkriegs von 1975 bis 1990 und der israelischen Invasion von 1982 beseitigt, fallen wieder Bomben auf die etwa zwei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des Libanon.

In Beirut spiegelt sich die bunte Bevölkerungsmixtur des gesamten Libanon. Ethnisch sind auch die Beiruter meist Araber. Als Folge der 1976 im Bürgerkrieg gezogenen „Grünen Linie„ sind im Osten Beiruts die Christen immer noch in der Mehrzahl, im Westen dominieren sunnitische und schiitische Muslime. Die meisten Schiiten leben indessen im Elendsgürtel der Stadt. Dies gilt besonders in den nach Süden wuchernden Vierteln, wo auch die radikal-islamische Hisbollah- Miliz ihre Stützpunkte hat. Hier entstanden auch Flüchtlingslager der meist sunnitischen Palästinenser.

Kosmopolitischen Charakter hat der Nordwesten, wo sich ein Großteil der Elite des Landes und Angehörige aller Religionsgemeinschaften niedergelassen haben.