Die Soldaten sollten den mehrheitlich von schiitischen Muslimen bewohnten Bezirk Basra vor Terroranschlägen sunnitischer Extremisten schützen. Außerdem bildeten die Briten irakische Offiziere und Polizisten aus. Es gelang ihnen auch, den Waffenschmuggel über die nahe gelegene Grenze zum Iran einzudämmen.

Im März 1991 ging von Basra ein schiitischer Umsturzversuch aus, den das von Sunniten dominierte Regime des damaligen Machthabers Saddam Hussein blutig niederschlug. Mehr als 3000 Einwohner wurden grausam verfolgt und umgebracht. Heute ist die Sicherheitslage im Südirak deutlich stabiler als in den übrigen Landesteilen.

Das im 7. Jahrhundert als arabisches Handelszentrum gegründete Basra liegt am Schatt el Arab, dem Zusammenfluss von Euphrat und Tigris. Die Stadt beherbergt den wichtigsten Seehafen des Irak und liegt etwa 100 Kilometer von der Küste des Persischen Golfs entfernt. 60 Prozent der irakischen Erdölreserven befinden sich in der Region.