Damit sollte verhindert werden, dass Fünfjährige gegen den Willen der Eltern zu früh eingeschult werden, wie der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann sagte.

Studien hätten gezeigt, dass früh eingeschulte Kinder häufiger sitzenblieben und somit länger zur Schule gingen. „Damit wurde das Gegenteil von dem erreicht, was mit der Früheinschulung bezweckt wird“, sagte Hoffmann. Gegen die Früheinschulung hatte eine Eltern-Initiative mehr als 32 000 Unterschriften gesammelt.

Die SPD-Abgeordnete Simona Koß verwies darauf, dass mehr als 90 Prozent der rund 2000 Anträge von Eltern auf Rückstellung ihrer fünfjährigen Kinder vergangenes Jahr erfolgreich waren. Auch Bildungsminister Günter Baaske (SPD) betonte, dass die Schulleiter verantwortungsvoll über die Anträge entschieden. Es seien nur wenige Kinder, die mit fünf Jahren eingeschult würden. Bei einer Vorverlegung des Stichtags würde wieder die Zahl der Eltern steigen, die ihre Kinder früher einschulen wollten, sagte er.