Neben der ohnehin in Kraft tretenden zweiten Stufe der Steuerreform wird die dritte Stufe der Reform zum Teil vorgezogen. Der Eingangssteuersatz wird von 19,9 auf 16 Prozent, der Spitzensteuersatz von 48,5 auf 45 Prozent abgesenkt.
Gegenfinanzierung: Die Steuererleichterungen werden zu rund 30 Prozent über neue Schulden gegenfinanziert. Privatisierungserlöse des Bundes sollen 5,3 Milliarden Euro einbringen. Neben Aktien der Telekom will der Bund auch seine Anteile an drei Flughäfen und dem Duisburger Hafen verkaufen. Zudem sollen Subventionen gekürzt werden.
Subventionsabbau: Steuervergünstigungen werden Anfang 2004 einmalig um zwölf Prozent und Finanzhilfen drei Jahre in Folge um jeweils vier Prozent pro Jahr zurückgeführt. Der Pauschbetrag für Arbeitnehmer vermindert sich beispielsweise von 1044 Euro auf 920 Euro, der Sparerfreibetrag von 1550 Euro für allein Stehende und 3100 Euro für Ehegatten auf 1370 Euro und 2740 Euro. Die Halbjahres-
AfA wird durch eine monatsgenaue Abschreibung ersetzt. Die Pendlerpauschale wird auf 30 Cent reduziert und die Fördersumme der Eigenheimzulage um 30 Prozent gekappt.