Als Beispiel nannte er die Atomverhandlungen mit dem Iran und den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Kremlchef Wladimir Putin lud den SPD-Politiker überraschend zu einem Treffen ein. Aus deutschen Delegationskreisen hieß es nach dem etwa 75-minütigen Gespräch im Kreml, die Unterredung sei "ernsthaft und offen" gewesen. Der Meinungsaustausch habe sich um "Wege aus der Ukraine-Krise, die neue Perspektiven der Kooperation eröffnen könnten", gedreht.

Zuvor schon hatte Steinmeier nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew vor einer "militärischen Großkonfrontation" gewarnt. Steinmeier forderte alle Konfliktparteien auf, die bereits im September geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarungen von Minsk endlich einzuhalten.

Poroschenko übergab Steinmeier ein Papier, in dem Kiew angebliche Verletzungen der Waffenruhe durch Russland auflistet. "Russland hat kein Kriterium der Vereinbarungen erfüllt", sagte der Präsident. Regierungschef Arseni Jazenjuk rief Russland zu "ernsten Verhandlungen auf neutralem Boden" auf.