Im Fernsehen war er dafür neulich umso gesprächiger. "Stink langweilig" sei es, dieses "Politikergeschwafel" zu hören, ereiferte sich Steinbrück dort über seine Kollegen. "Eine gute Grundlage ist die beste Voraussetzung für eine solide Basis", das könne doch keiner mehr hören, so Steinbrück. Nun, in der DDR hieß das: "Die Rolle der Bedeutung als Basis für das Fundament unseres Erfolgs." Aber das ist nun auch schon lange her. Zumindest muss man Steinbrück zugute halten, dass er sich schon während seiner Ministerzeit einer klaren Sprache bediente. So verglich er zum Beispiel die Schweiz erst mit Indianern und dann mit dem Entwicklungsland Burkina Faso, um die Eidgenossen von ihrer Nachsichtigkeit gegenüber Steuersündern abzubringen. Fast hätte Bern die berittene Gebirgs-Marine gegen den deutschen Kassenwart in Marsch gesetzt. So sehr kochte dort die Volksseele. Das schafft man tatsächlich nicht mit rund gelutschten Statements. Schade nur, dass die Steinbrücks im politischen Geschäft immer weniger werden.