(dpa/fh) Fahrer auf der A24 und A10 zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der Anschlussstelle Neuruppin müssen sich wegen Bauarbeiten weiter in Geduld üben. Es laufe aber alles im Zeitplan, sagte der Technische Geschäftsführer der Havellandautobahn GmbH, Thomas Stütze, am Donnerstag in Oberkrämer (Oberhavel).

Das Unternehmen hat im Auftrag des Bundes das ÖPP-Vorhaben (Öffentlich-private Partnerschaft) im Umfang von 1,4 Milliarden Euro übernommen. Es umfasst Sanierung und Neubau des Streckenabschnitts. Zudem wird der Betrieb und die Erhaltung der Bundesautobahn für die nächsten 30 Jahre übernommen. Dazu gehören der Winterdienst, die Grünpflege und Einsätze bei Unfällen.

In Richtung Neuruppin wird die Strecke auf vier Spuren ausgebaut, außerdem der Standstreifen, der bei erhöhtem Verkehrsaufkommen genutzt werden kann. Die A10 erhält zwischen den Dreiecken Pankow und Havelland sechs Spuren. In Brandenburg gibt es insgesamt 800 Kilometer Bundesautobahnen.

Bislang seien 15 Prozent der Arbeiten erledigt, berichtete Stütze. So seien unter anderem Fahrbahnverbreiterungen vorbereitet, Brücken abgerissen und neu gebaut sowie Fischotter-Unterführungen angelegt worden. Insgesamt gebe es zehn Bauabschnitte.

Nach der Feiertagsruhe zum Jahreswechsel starten am 7. Januar wieder die Arbeiten an dem Verkehrsprojekt. Dann steht unter anderem die grundhafte Erneuerung der Richtungsfahrbahn nach Hamburg zwischen den Anschlussstellen Neuruppin und Neuruppin-Süd und bei Kremmen an. Bis Ende 2019 soll bei Oberkrämer der Ausbau der Richtungsfahrbahn nach Berlin beendet werden.

Der betroffene Autobahnabschnitt gehört mit täglich bis zu 55 000 Fahrzeugen in Spitzenzeiten zu den am meisten befahrenen in Brandenburg. Auf dem südlichen Berliner Ring sind es innerhalb von 24 Stunden etwa 100 000 Fahrzeuge.