Wie Olaf Bludau, Pressesprecher der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen (BBB), mitteilt, sei eine größere Investition im Campingplatzbereich geplant, näheres könne derzeit allerdings noch nicht bekannt gegeben werden. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Bautzen will auch selbst weiter in den Stausee investieren. So soll die Strandpromenade auf ihrer gesamten Länge beleuchtet werden, die Arbeiten beginnen in den nächsten Wochen. Außerdem will die BBB erstmals eine mobile Toilettenanlage aufstellen.

Vandalismus zurückgedrängt
Der in den vergangenen Jahren grassierende Vandalismus konnte laut Olaf Bludau durch den Einsatz eines privaten Wachdienstes zurückgedrängt werden. "Da sich dies so gut bewährt hat, wollen wir auch 2007 daran festhalten", so der Pressesprecher.
Kurze Rückblende: Bereits zu DDR-Zeiten war der Bautzener Stausee ein beliebtes und überregional bedeutendes Erholungsgebiet. Das für damalige Verhältnisse höchstmöglichen Standards entsprechende Feriendorf wurde jedoch Ende der 90er-Jahre in Erwartung eines Investors, der ein modernes Ferienressort bauen wollte, abgerissen. Als dieses Vorhaben platzte, schien das "Aus" für den Strausee als Erholungsgebiet besiegelt.

"Politik der kleinen Schritte"
Mit einer "Politik der kleinen Schritte" gelang es der Stadt Bautzen und später der BBB jedoch, den Stausee wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Auch wenn nicht alle Träume reiften, kann Olaf Bludau heute einschätzen: "Die Weichen für eine positive Entwicklung sind gestellt." Dazu tragen auch vielfältige kulturelle Aktivitäten bei, deren Bedeutendste -das Drachenbootrennen - am 9. Juni seine vierte Auflage erleben wird. "Wir rechnen wie schon im Vorjahr mit 30 teilnehmenden Mannschaften und weit über 5000 Besuchern, die für Volksfestatmosphäre sorgen", erklärt Karsten Roßberg, Inhaber der Aktiv Nature Tours Dresden und Veranstalter des Rennens.
Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) nutzt das Event, um sich anlässlich ihres fünfzehnjährigen Bestehens einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. "Wir bereiten in unserem Festzelt eine Ausstellung unter dem Motto ‚Eine Talsperre zum Anfassen' vor", berichtet Geschäftsführer Ulrich Kraus. Darüberhinaus präsentiert die LTV Wasserbautechnik, darunter Schreitbagger, die laut Geschäftsführer "ein wenig an Star Wars erinnern." Jugendliche können aus erster Hand Informationen zu Ausbildungsberufen rund um das Wasser erhalten, und im Wasserlabor haben Groß und Klein die Möglichkeit zu experimentieren.