„Die Region hat viel Potential und entscheidende Standortvorteile, die eine Ansiedlung lohnenswert machen. Dazu gehört eine gute Verfügbarkeit von Flächen für Ansiedlungen, die Anbindung an die umliegenden Metropolräume Berlin, Leipzig, Dresden und die Nähe zu Polen sowie viele gut ausgebildete Fachkräfte“, erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag auf der Standortkonferenz der IGBCE in Cottbus. Die Infrastruktur müsse sich jedoch weiter verbessern. Deshalb warb Woidke zusammen mit seinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer (CDU) für einen Vorrang der Lausitz beim Aufbau des neuen schnellen 5G-Mobilfunk-Standards.

Als weitere Strukturprojekte nannte Woidke einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Lübbenau-Cottbus sowie eine ICE-Verbindung von Berlin über Weißwasser bis Görlitz.

„Brandenburg und Sachsen ziehen an einem Strang und haben eine gemeinsame Vorstellung, was die Strukturentwicklung der Lausitz braucht“, versprach Kretschmer.

Woidke brachte zudem erneut Fraunhofer-Institut für Speichertechnologie ins Gespräch. Die drei großen Telekommunikationsunternehmen forderte er auf, „endlich den Netzausbau intensiv voranzutreiben. Mobilfunk dient nicht nur dazu, Geld zu verdienen, sondern ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe."

„Wir haben europaweit 42 Kohlereviere. Nicht eines dieser Reviere wird unserem Beispiel folgen, wenn die Menschen in der Lausitz in die Perspektivlosigkeit fallen“, betonte Woidke.

„Wenn die Braunkohle aus Gründen des Klimaschutzes ausläuft, fehlt in der Lausitz eine Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro“, warnte der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis,

Halle/Kerpen

Auch Grüne tagen zu Strukturwandel in Cottbus Konferenz sucht Wege für neue Industrien in der Lausitz

Cottbus