Für Brandenburg liegen laut Ministeriumsangaben bislang keine Hinweise auf Infektionen mit dem aktuellen Geflügelpesterreger H5N8 bei Wildvögeln und in Geflügelbeständen vor. Dies belegten bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen durchgeführten Monitoringuntersuchungen. Dennoch werden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

"Der Erlass des Landestierarztes sieht vor, dass in den Landkreisen und kreisfreien Städten unverzüglich in ausgewiesenen Risikogebieten die Aufstallung von Geflügel anzuordnen ist", erklärt Pressesprecherin Maria Strauß. Betroffen sind Wildvogeleinstandsgebiete und sogenannte Ramsergebiete, um die ein Schutzstreifen von einem Kilometer gebildet werden soll. Darunter fällt auch das Teichgebiet Peitz (Spree-Neiße). Hinzu kommen weitere Gebieten, in denen besonders viel Nutzgeflügel gehalten wird. Details solle die Amtstierärzte in den Landkreisen festlegen.

"Die aktuellen Ereignisse geben auch in Brandenburg Anlass zur Sorge und erhöhter Wachsamkeit. Es ist nicht auszuschließen, dass das Virus auch das Land Brandenburg erreicht. Alle Geflügelhalter werden deshalb dringend aufgefordert sich bei ihrem zuständigen Veterinäramt zu informieren und dieser Aufstallungspflicht nachzukommen", erklärt der brandenburgische Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig. Ludwig appellierte außerdem an die Bevölkerung, ein vermehrtes Wildvogelsterben umgehend den Veterinärämtern anzuzeigen und die Tiere nicht anzufassen. Eltern sollten darüber vor allem ihre Kinder informieren.