Die schlimmsten Kürzungspläne des Bundes seien zwar abgewendet worden, dennoch erhalte das Land statt der bisher 60 Millionen Euro nur noch 35 Millionen Euro. Durch Kofinanzierung des Landes stünden dann 70 Millionen Euro zur Verfügung, bisher seien es 120 Millionen Euro gewesen. „Es schmerzt, wenn man nach 20 Jahren erfolgreicher Städtebauförderung diese Möglichkeiten nicht mehr zur Verfügung hat“, sagte Vogelsänger. Die Bundeskürzungen bedeuten nach Angaben des Ministeriums 300 Millionen Euro weniger Investitionen.

Besondere Sorge bereitet Vogelsänger die Wohnungsbauförderung. Er mahnte vom Bund eine Entscheidung dafür bis Mitte 2012 an. Denn das zur Verfügung stehende Geld sei bis 2013 völlig verplant. Damit werde unter anderem der Umbau für alters- und generationsgerechtes Wohnen unterstützt. Es gebe absehbar einen Förderbedarf für 10 000 Wohnungen bis zum Jahr 2020. Sollte nicht rechtzeitig Klarheit herrschen, entstehe eine Förderlücke, und Wohnungsunternehmen verlören ihre Planungssicherheit.

„Die qualitative und energetische Anpassung des Wohnungsbestandes und der künftige Stadtumbau sind jedoch auf Kontinuität angewiesen“, erläuterte das Ministerium in einer Mitteilung. Die Kommunen benötigten dringend Wohnungsbauförderung.