Denn der Freistaat kommt den Städten und Gemeinden bei der Finanzierung der Kinderbetreuung und der Unterbringung von Asylbewerbern entgegen.

"Von unseren Forderungen findet sich viel wieder", sagte der SSG-Präsident und Oberbürgermeister von Bautzen, Christian Schramm (CDU), bei einer Mitgliederversammlung des Verbandes am Donnerstag in Chemnitz. "Es ist ein ordentlicher Vertrag geworden", lobte er weiter die Vereinbarung der Koalition. Er kündige darüber hinaus ein besseres Miteinander von Land und Kommunen an.

So erhofften sich die Kommunen unter anderem bei der Kinderbetreuung eine stärkere finanzielle Unterstützung vonseiten des Landes. Zuvor hatte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) den 300 Teilnehmern einen höheren Betrag des Freistaats bei der Finanzierung der Kitas zugesichert. Dabei geht es neben einem höheren Beitrag zur Finanzierung steigender Betriebskosten auch um die Bezahlung zusätzlicher Erzieherinnen.

Weitere wichtige Punkte waren laut Schramm der Erhalt von Schulen im ländlichen Raum, die vollständige Weitergabe von Mitteln des Bundes zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder auch den Erhalt von Wasserversorgung sowie die Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung als kommunale Aufgabe. Laut Schramm hoffen die Kommunen zudem auf mehr Hilfe bei der Unterbringung von Asylbewerbern.

Tillich zufolge wird sich das Land auch mit der neuen Regierung an den im Juni mit SSG und Landkreistag ausgehandelten Kompromiss für den kommunalen Finanzausgleich für 2015 und 2016 halten. Im Sächsischen Städte- und Gemeindetag haben sich 425 von aktuell insgesamt 431 Städten und Gemeinden zusammengeschlossen.