Es geht dabei um die erst kürzlich bekannt gewordene Teilnahme des frischgebackenen Europameisters an einer "Adolf Hitler Memorial Tour" nach Mallorca im Mai 2011 (RUNDSCHAU berichtete).

Der Verein habe erst auf Nachfragen dazu reagiert und bis heute nicht alle Fragen lückenlos beantwortet, so der Chef des Stadtsportbundes Tobias Schick: "Das ist für uns eine unbefriedigende Informationspolitik."

Die Teilnehmer der Mallorca-Tour hatten einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung bekommen, weil sie T-Shirts mit einem Hitler verherrlichenden Aufdruck bei der Abreise am Flughafen Dresden trugen.

Auch Mario Schulze bekam einen solchen Strafbefehl, der rechtskräftig wurde. Er bestreitet jedoch, dieses Hemd jemals angehabt zu haben. Gegenüber der RUNDSCHAU verwies er zudem auf sein soziales Engagement und das Fehlen einer rechtsextremen Gesinnung. Für den Stadtsportbund bestehen jedoch Zweifel an seiner Aussage, das T-Shirt nur im Koffer gehabt zu haben.

An der "Adolf Hitler Memorial Tour" im Mai 2011 nahmen nach RUNDSCHAU-Recherchen neben Mario Schulze noch zwei weitere damals aktive Kämpfer des KBTC teil. Markus W. wurde nach Bekanntwerden seiner Beteiligung Ende 2011 aus dem KBTC ausgeschlossen. Christian B. verließ nach Auskunft des KBTC zwei Monate später den Verein "aus beruflichen Gründen". Auf die Frage, ob und seit wann dessen Beteiligung an der Reise bekannt war, gab der KBTC der RUNDSCHAU keine Auskunft.

Der Stadtsportbund bereitet zurzeit anlässlich der Diskussionen über rechtsextreme Kontakte von Mitgliedern des KBTC eine gemeinsame Erklärung aller Cottbuser Sportvereine für Toleranz und Demokratie vor. Der Stadtsportbund ist die Dachorganisation für 21 000 in Vereinen organisierte Sportler und 1000 ehrenamtliche Übungsleiter.