(dpa/lsc) Sachsen hat in den ersten neun Monaten des Jahres mehr Touristen angelockt. Wie Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen, kamen von Januar bis September mehr als sechs Millionen Gäste. Das ist ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen ist in dieser Zeit um 3,3 Prozent auf 15,2 Millionen gestiegen. „Die Zahlen belegen die große Bedeutung des Tourismus in Sachsen“, sagte der Präsident des Landestourismusverbandes (LTV), Matthias Rößler. Wird allerdings nur der September betrachtet, fällt das Plus mit 0,4 Prozent bei Gästen und Übernachtungen wesentlich geringer aus.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Regionen: Treiber des Wachstums sind vor allem die Großstädte Dresden und – allen voran – das hippe Leipzig. Die Messestadt legte in den den ersten neun Monaten des Jahres bei den Gästeankünften um 7,6 Prozent (insgesamt 1,3 Millionen) zu, bei den Übernachtungen um 6,8 Prozent auf insgesamt 2,5 Millionen.

In die sächsische Landeshauptstadt kamen von Januar bis September mehr als 1,6 Millionen Besucher (plus 4,3 Prozent), sie buchten 3,4 Millionen Übernachtungen (plus 5,1 Prozent). In den vergangenen Jahren hatte Dresden lange unter dem Negativ-Image aufgrund der Pegida-Aufmärsche gelitten – seit 2017 allerdings steigt die Stadt wieder in der Gunst der Besucher.

„Für uns ist das touristische Wachstum ein Indiz dafür, dass die Menschen aus dem In- und Ausland Dresden und die Region als attraktives Reiseziel schätzen und uns ihr Vertrauen schenken“, sagte der Geschäftsführer der Dresden Marketing GmbH, Jürgen Amann. „Einer der touristisch wichtigsten Monate liegt kurz vor uns, der Dezember“, so Amann.

Er zeigte sich optimistisch, dass Dresden und Umgebung mit Weihnachtsmärkten und weihnachtlichen Angeboten bei den Gästen punkte und der Wachstumskurs der vergangenen Monate fortgesetzt werden könne.

Als einzige Region in Sachsen verbuchte das Erzgebirge bei den Übernachtungen ein leichtes Minus – die Zahl lag 1,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Dennoch zählte die Region, die im Winter vor allem für ihre Bergparaden und Weihnachtsmärkte bekannt ist, rund 2,3 Millionen Gäste. Damit entfallen auf das Erzgebirge zusammen mit Dresden und Leipzig fast 55 Prozent aller Übernachtungen in Sachsen, sagte eine LTV-Sprecherin.

Auch die Sächsische Schweiz ist bei Touristen aus dem In- und Ausland äußerst gefragt: Mehr als 400 000 Besucher (plus 8,1 Prozent) buchten in den ersten neun Monaten des Jahres 1,3 Millionen Übernachtungen (plus 4,9 Prozent). Auch das Vogtland konnte einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

„Wir hoffen, dass sich die positive Entwicklung, die sich über das Jahr gezeigt hat, auch im letzten Quartal fortsetzt und wir ein positives Jahresergebnis erhalten“, so die LTV-Sprecherin.