In der Umfrage unter 44 000 Menschen in Deutschland kam im November 2008 heraus, dass angeblich nur jeder vierte Brandenburger ehrenamtlich tätig ist - mit dieser Quote landete die Mark unter den Bundesländern auf dem 14. Rang. Nur Berlin und Bremen schnitten schlechter ab (die RUNDSCHAU berichtete). Appel wandte ein, dass das sogenannte Familiensurvey - einer Umfrage vom Bundesfamilienministerium - noch im Jahr 2004 für Brandenburg eine Quote von 33 Prozent ergeben hatte. Vergleiche man die beiden Studien miteinander, so müsste seither jeder vierte ehrenamtlich tätige Brandenburger sein Engagement aufgegeben haben. "Erklärbar scheint das nicht", meinte Appel und deutete an, dass er von einem derartigen Schwund in der freiwilligen Arbeit nicht ausgehe. Fachleute merkten an, die angegebene Anzahl von 44 000 Interviews in einem Zeitraum von drei Monaten sei "kaum machbar". Appel sieht das Thema Ehrenamt in Brandenburg positiv. Es sei in den vergangenen Jahren gelungen, ein funktionierendes Netzwerk für ehrenamtliche Vereine und Projekte aufzubauen, sagte er. Seit 2005 gebe es zudem in der Staatskanzlei ein Referat, das unter anderem die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Land koordiniere. dpa/mb