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Staatsanwaltschaft stellt Verfahren um Lausitzer Soldatentod ein

Berlin/Neupetershain. Das Verfahren um den Tod des Neupetershainer Soldaten André Horn ist eingestellt worden. Das teilt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Berlin, Silke Becker, auf Anfrage mit. jag

"Ein Ursachenzusammenhang zwischen dem Tod des Soldaten und einer Vergiftung von DU (Depleted Uranium als Emission aus der Verwendung uranhaltiger Munition) oder Blei war und wäre nicht feststellbar", so Becker. Udo Horn, der Vater Verstorbenen, hatte Mitte Oktober 2013 eine Strafanzeige gegen das Verteidigungsministerium eingereicht. Seine Vorwürfe: Verdacht auf Angabe einer falschen Todesursache, Verdacht auf Tötung durch den Einsatz von Uranmunition und anderer Schwermetalle im Kosovo und Bosnien-Herzegowina, Vertuschung von Gefahrenrisiken, Verdacht auf unterlassene Hilfeleistung. Der Hauptgefreite André Horn war Ende Januar 2000 im Kosovo-Einsatz laut Bundeswehr an den Folgen einer bakterielle Infektion gestorben.

Udo Horn, der nicht an die Version der Bundeswehr glaubt, hat nun Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft eingelegt.