Forderungen von zwei bosnischen Familien nach staatlicher Wiedergutmachung für den Tod ihrer Angehörigen während des inzwischen offiziell als Völkermord eingestuften Massakers durch bosnisch-serbische Milizen wies das Landgericht in Den Haag gestern ab. Die Kläger kündigten an, in Berufung zu gehen. Sie wollen alle Möglichkeiten bis zur höchsten Instanz des Landes ausschöpfen, um Wiedergutmachung für das mutmaßliche Fehlverhalten der niederländischen UN-Kommandeure angesichts des schwersten Kriegsverbrechens in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges durchzusetzen. (dpa/ab)