Die Polizei hat am Montag die Spurensuche am Fundort einer zerstückelten Frauenleiche am Leipziger Elsterflutbecken fortgesetzt. Im Wasser kamen Polizeitaucher zum Einsatz. Die Uferbereiche wurden von einer Kette von Bereitschaftspolizisten durchkämmt, wie eine Sprecherin sagte. Die Ermittler wollten unter anderem klären, wie die verstümmelte Leiche in den Fluss gekommen ist. Ein Spaziergänger hatte den grausam zugerichteten Torso am vergangenen Donnerstag entdeckt.

Die Identität der Toten war weiterhin unklar. Die Leiche sei in der Rechtsmedizin untersucht worden, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig. Welche Erkenntnisse dabei gewonnen wurden, werde aus "ermittlungstaktischen Gründen" derzeit nicht mitgeteilt. Auch zum Todeszeitpunkt und zur Todesursache wollten sich die Ermittler weiterhin nicht äußern.

Bevor die Polizeitaucher das Elsterflutbecken absuchten, kamen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zum Einsatz. Am Freitag war bei den Suchmaßnahmen ein bombenähnlicher Gegenstand gefunden worden. Um die Taucher nicht zu gefährden, wurde er am Montag geborgen. Es handelte sich laut Polizei um eine verrostete Granate, die am Vormittag geborgen wurde. Das Geschoss stammte wahrscheinlich aus dem Zweiten Weltkrieg.